Schwimmausbildung auch heute noch wichtig !!!!

 

 

 

 

Unfall am Unterbacher See in Düsseldorf : 13-Jähriger ist ertrunken

VON STEFANI GEILHAUSEN UND UWE-JENS RUHNAU - zuletzt aktualisiert: 09.07.2013 - 13:30
Düsseldorf (RP). Ein jugendlicher Nichtschwimmer (13) ist bei einer Tretbootfahrt ertrunken. Der junge Norweger war zu Besuch bei seinem Cousin in Hilden. Bei der dramatischen Rettungsaktion waren 80 Kräfte im Einsatz.

Um die Freunde des Vermissten kümmern sich Notfallseelsorger, während unaufhörlich der Polizeihubschrauber über dem See kreist. Er hat eine Wärmebildkamera an Bord, mit der ein menschlicher Körper entdeckt werden könnte. Später kommt auch "Christoph 9", der Rettungshubschrauber, dazu, der ein Echolot bringt, mit dem der See erneut abgesucht werden soll. Und er folgt den abgehenden Bächen des Sees, um zu sehen, ob das Kind von der Strömung dorthin getrieben wurde.
Warum keine Schwimmweste?

Wieso hat der 13-Jährige am Nachmittag keine Schwimmweste an? Die Frage ist ungeklärt. Als das junge Quartett bei der Bootsausleihe am Nordstrand anrückt, wird zunächst das Alter überprüft. Die Jungen sind älter als zwölf Jahre, wie es für die Ausleihe vorgeschrieben ist. Dann werden sie über die Verhaltensregeln beim Tretbootfahren aufgeklärt, wie ein Verantwortlicher des Zweckverbands Unterbacher See später bestätigt. Das geschehe immer. Bei dieser Unterweisung wird unter anderem darauf hingewiesen, dass man bei der Bootsfahrt nicht aufstehen, das Boot auch nicht mutwillig zum Schwanken bringen soll. Am Ufer ist allerdings zu hören, dass Augenzeugen gesehen haben wollen, wie die jungen Leute im roten Tretboot mit der Nummer 57 gestanden und herumgealbert hätten.

Unterdessen spielen sich am Ufer sehr widersprüchliche und teils verstörende Szenen ab. Geschockte Eltern verlassen mit ihren Kindern die Strandbäder. Weil gleichzeitig immer neue, ahnungslose Badegäste zum, Gelände drängen, geht auf den Parkplatzzufahrten schnell nichts mehr. Die Polizei muss eingreifen, Auf den Grillplätzen wird weiter gefeiert, im Sand des Südstrands liegen Badegäste vor den leuchtend roten Fahrzeugen der Feuerwehr.
Traurige Gewissheit

Vor der Kasse am Nordstrand machen es sich einige Sonnenhungrige auf einer kleinen Wiese gemütlich, nachdem die Liegewiese am See geräumt wurde. Der Biergarten ist gut besucht. Die Gäste beobachten von hier die Rettungsaktion. Aber wer den Hintergrund nicht kennt, der könnte beim Anblick der vielen kleinen Boote auf dem Wasser auch einfach einen Sommerabend genießen. Denn die Helfer in ihren Booten sehen von weitem kaum anders aus, als die fröhlichen Freizeitkapitäne, die noch kurz vorher hier unterwegs waren. Nur die Schwimmer fehlen. Denn der See ist für jeden, der nicht zu den Rettern gehört, gesperrt.

Ein Segler, der plötzlich Kurs auf die Taucherbasis nimmt, wird von der Seeaufsicht zurückgeholt. Der Abend bricht an, als aus der Vermutung eine traurige Gewissheit wird: Der 13 Jahre alte Junge hat den Unfall nicht überlebt. Taucher bergen seinen Körper in der Mitte des Sees. Kriminalpolizei und Notfallseelsorger machen sich auf den Weg zu seiner Familie. Sie müssen auch die Freunde über das tödliche Ende ihres Ausflugs informieren.

 

Tod im Freibad: Tragischer Badeunfall in Stockstadt - 36-Jähriger ertrunken

11.07.2013 - STOCKSTADT

Ein 36 Jahre alter Mann ist am Mittwoch gegen 18.30 Uhr im Freibad an der Insel-Kühkopf-Straße ertrunken. Ein Badegast hatte den aus Indien stammenden Mann am Boden des Schwimmerbeckens entdeckt und zusammen mit den Bademeistern geborgen.

Trotz sofort eingeleiteter Erste-Hilfe-Maßnahmen durch einen Rettungssanitäter ist der 36-Jährige verstorben. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Wie die nachfolgenden Untersuchungen der Kripo in Rüsselsheim ergaben, ist ein Fremdverschulden auszuschließen. Der Verstorbene war als Nichtschwimmer offenbar für ihn unvermittelt in den tieferen Bereich gelangt.